Ein Soundtrack für alle Fälle (Kolumne)

Quelle: Didi01  / pixelio.deÜber Musik im Kopf

Babe, I'm back again ...“ (deutsch: Baby, ich bin wieder da) erklang es heute, frei nach der Band Take That und ihrem Hit aus den 90ern in meinem Kopf, als ich die Redaktion in Neuwied nach Monaten wieder betrat.

Das passiert mir aber auch ständig: Was meine Augen sehen, wandelt mein Kopf sogleich in einen passenden Soundtrack um. Zum Beispiel dann, wenn sich neben meinen kleinen Toyota Aygo ein protziger Truck oder Geländewagen schiebt – in der Stadt. Wo man diese riesigen Amischlitten doch eigentlich nur dazu braucht, deutlich zu machen, dass man sich das Benzin leisten kann. Sofort höre ich innerlich: „Booooorn in the USA ...“ (deutsch: In den USA geboren), den Song von Bruce Springsteen aus dem Jahr 1984.

Geht ein schöner Mann vorbei, tönt es hinter meiner Stirn: „I'm – too sexy for my shirt, yeeah“ (deutsch: Ich bin viel zu sexy, ein Shirt zu tragen) von Right Said Fred aus dem Jahr 1991. Legt jemand einfach nur seine Jacke ab, singe ich innerlich wie im Zwang den Ballermannhit „Zieh dich aus, kleine Maus, mach dich nackig ...“ von Mickie Krause. Oh, hab ich Ihnen jetzt Ohrwürmer verpasst? Zack, schon wieder: Elton Johns Hit aus dem Jahr 1976 ertönt in meinem Ohr: „Sorry seems to be the hardest word“ (deutsch: Entschuldigung zu sagen, ist das Schwierigste).

RZ Linz, Neuwied vom Samstag, 3. November 2012, Seite 9